In vielen Bereichen gewinnt das Thema Nachhaltigkeit an Bedeutung. Auch bei der Gestaltung der Terrasse gibt es hier verschiedene Möglichkeiten. Wir haben einige Ideen für eine nachhaltige Terrasse für Sie zusammengestellt.
Idee 1: Nachhaltiger Terrassenboden
Eine gute Ausgangsbasis für eine umweltfreundliche Terrasse nachhaltig bildet ein nachhaltiger Terrassenboden. Dabei sollten Sie bevorzugt auf heimische Holzer wie Robinie, Larche, Eiche und Douglasie zurückgreifen. Eventuell kommt auch Kiefernholz als Terrassenbelag infrage, wenn es im Vorfeld warmebehandelt wurde.
Damit die Holzböden lange schon bleiben, müssen sie regelmäßig lasiert oder lackiert werden. Die verwendeten Pflegeprodukte sollten ebenfalls umweltfreundlich sein und keine schadlichen Substanzen enthalten.
Alternativen zu Echtholz sind Kunstholzer wie Resysta oder WPC. Resysta besteht aus Reishulsen, WPC wird aus Holzmehl gefertigt. Auch ein Steinboden hat einen gewissen Charme, ist im Vergleich zu Holz aber eher kuhl. Geeignet sind Beton, Pflastersteine oder Natursteine.
Idee 2: Umweltfreundliche Terrassenmobel
Terrassenmöbel machen die Terrasse nachhaltig und dürfen nicht fehlen. Die Witterungsbeständigkeit spielt hierbei eine grosse Rolle. Deshalb fällt die Wahl oft auf robuste Holzmöbel, beispielsweise aus Akazie oder Teak. Allerdings sind diese Holzer meist weniger nachhaltig, da sie einen langen Transportweg zurücklegen.
Wenn Sie grossen Wert auf Nachhaltigkeit legen, sollten Sie auch hier nachhaltige Holzer wie Douglasie oder Robinie bevorzugen.Terrassen nachhaltig aus heimischen Holzarten sind ebenfalls witterungsbeständig, sodass es kein Problem ist, sie ganzjährig im Außenbereich aufzubewahren.
Tipp: Nachhaltige Terrassenmobel erkennen Sie am FSC-Siegel. Dieses steht für eine nachhaltige Forstwirtschaft.
Idee 3: Nutzpflanzen
Bluhende Pflanzen sind ein echter Hingucker. Was jedoch das Thema Nachhaltigkeit angeht, sollten Sie überlegen, Ihre Terrasse mit Nutzpflanzen zu schmücken. Diese locken nicht nur Insekten an, sondern lassen sich auch in der Küche vielseitig einsetzen.
Bienen lieben zum Beispiel den Nektar von Lavendel. Ausserdem bringt die angenehm duftende Pflanze zahlreiche Verwendungsmöglichkeiten mit sich. Daneben sind Pflanzen mit Früchten auf Terrassen immer eine gute Idee. Dazu zählen vor allem Obstsorten wie Himbeeren, Heidelbeeren und Erdbeeren.
Besonders schmuckend ist ein Zitronenbaum im Kubel. Die verschiedenen Pflanzen und Obststraucher stellen eine wertvolle Nahrungsgrundlage für Insekten dar und bieten Ihrer Terrasse nachhaltigen echten Mehrwert.
Tipp für Bienenfreunde: Sie möchten Honigbienen und andere Insekten schützen? Mit wenig Aufwand machen Sie Ihren kompletten Garten zu einer richtigen Bienenweide. Bringen Sie statt des klassischen englischen Rasens eine ein- oder mehrjährige Bluhmischung aus. Schmetterlinge, Honigbienen und andere Insekten werden die Bluhwiese dankbar annehmen.
Idee 4: Grüne Terrassenüberdachung
Wenn Ihre Terrasse keine Überdachung hat, können Sie sich mit nachhaltigen Alternativen behelfen. Eine Pergola mit Begrunung ist zum Beispiel eine beliebte Variante. Weiterhin kommen folgende Pflanzen infrage:
- Trompetenblumen
- Blauregen
- Efeu
- Weinreben
Solche Überdachungen sind allerdings nicht komplett wasserdicht. Darüber hinaus brauchen die Pflanzen einige Zeit zum Wachsen. Es dauert also eine Weile, bis sich die Begrunnung entwickelt hat.
Idee 5: Sichtschutz aus Pflanzen
Zaune oder Trennwände aus Kunststoff bieten einen guten Sichtschutz. Allerdings sind die Materialien wenig umweltfreundlich. Für eine nachhaltige Terrassengestaltung bieten sich folgende Materialien an:
Bambus oder Weide
Bambus ist ein beliebtes Material, das gerne als Sichtschutz für die Terrasse verwendet wird. Es sieht natürlich aus und ist ein echter Blickfang. Allerdings erfordert Bambus wie Tropenholzer oft lange Transportwege. Alternativ hierzu bieten sich Weidenmatten an. Diese stammen in der Regel aus Europa. Sie besitzen eine gleichmassige, feine Flechtstruktur und sind im Baumarkt als eingerollte Bahnen erhältlich.
Pflanzen
Den naturlichsten Sichtschutz erschaffen Sie mit Pflanzen. Schnellwachsende Arten eignen sich am besten:
- Stauden: Wenn Sie einen niedrigen Sichtschutz benötigen, kommen zum Beispiel Stauden infrage. Diese sind zumeist mehrjährig und halten deshalb sehr lange. Wenn die Stauden – zum Beispiel Ehrenpreis, Sonnenhut oder Patagonisches Eisenkraut – im Sommer bluhen, ziehen sie zudem Insekten wie Bienen an.
- Spalierobst: Wie bereits erwähnt, eignet sich Obst sehr gut für eine nachhaltige Gestaltung der Terrasse. Für einen Sichtschutz aus Spalierobst eignen sich etwa Himbeerspalier oder Saulenobst.
- Kletterpflanzen: Einen hohen Sichtschutz erhalten Sie mit Kletterpflanzen. Diese wachsen sehr schnell und erreichen eine beachtliche Höhe. Im Herbst benötigen diese Pflanzen für gewöhnlich einen Rückschnitt. Geeignete Pflanzen sind zum Beispiel Geissblatt, Kletterrosen und Clematis.
- Ziergraser: Hohes Pfeifengras oder Rutenhirse sind beliebte Ziergraser und ein natürlicher Sichtschutz. Wie Kletterpflanzen wachsen sie schnell und werden besonders dicht. Ausserdem sind sie besonders pflegeleicht.
Nicht zuletzt bieten Wildhecken einen natürlichen Sichtschutz. Wenn Sie Wildhecken pflanzen, schaffen Sie zudem neue Lebensräume, die von verschiedenen Tieren und Insekten dankbar angenommen werden. Die Tiere lieben Wildhecken wie Wildrosen, Zierapfel, Vogelbeeren, Holunder, Apfelbeeren, Schlehen oder Kornelkirschen. Die Hecken sind ein ganzjähriger Schutz vor Kälte, Wetter und Wind und liefern den Tieren Ende des Jahres mit ihren Beeren eine schmackhafte Zusatznahrung.
Tauben, Finken, Amseln und Meisen bruten gerne in Wildhecken. Auch Schmetterlinge und Bienen werden von denuppig blühenden Hecken wie Wasserschneeball, Liguster oder Wildkirschen regelrecht angezogen. Andere Lieblinge von Schmetterlingen und Bienen sind der Schmetterlingsflieder, der Sommerflieder, Felsenbirnen oder Waldreben. Es lohnt sich also, Wildhecken bunt zu mischen. Sie bieten vielen Tieren und Insekten Unterkunft, Schutz und Nahrung.
Idee 6: Sparsame Terrassenbeleuchtung
Eine ausreichende Beleuchtung auf der Terrasse ist wichtig. Die ausgewählten Lichtquellen sorgen für Sicherheit und setzen stimmungsvolle Akzente. Grundsätzlich sollten Sie Lichtquellen aber sparsam und an den richtigen Stellen anbringen.
Eine grelle Beleuchtung wirkt wenig gemütlich und kann einige Tiere verwirren. Deshalb ist es ratsam, für die Beleuchtung der Terrasse nachhaltig auf warmes Licht zu setzen. Eine angenehme, warme Lichtfarbe lässt Ihre Terrasse einladend und gemütlich erscheinen.
Um Strom zu sparen, empfiehlt sich der Einsatz von LED-Lampen. Diese sollten für den Aussenbereich geeignet und idealerweise mit einem Bewegungsmelder ausgestattet sein. Das hat den Vorteil, dass die Lampen nicht länger als notwendig brennen. Alternativ können Sie Solarlampen verwenden. Diese lassen sich ohne einen Stromanschluss flexibel an den gewünschten Stellen platzieren. Die Lichtausbeute fällt im Vergleich zu kabelgebundenen Lichtquellen allerdings geringer aus.
Tipp: Für ein besonders romantisches Ambiente auf Ihrer Terrasse sorgen nachhaltig Outdoor-Kerzen. Diese haben eine langere Brenndauer als gewöhnliche Kerzen und halten Stechmücken fern.
